Pressemitteilung Nr. 5 - 2021

Sonderausstellung der Museen im Alten Schloss bis 29. September verlängert

Seit März ist die Ausstellung „Johann Christian Lotter – Ein ideenreicher Reißzeugfabrikant“ in den Museen im Alten Schloss zu sehen, die an die Geschichte der Neustädter Zirkelindustrie erinnert. Jetzt wird die Ausstellung bis zum 29. September verlängert.

Johann Christian Lotter (1856 –1936) war der Impulsgeber für die Reißzeugindustrie in Neustadt schlechthin. Seine Zirkel waren von hoher Qualität und im In- und Ausland begehrt, sicherten vielen Menschen in der Region in schwierigen Zeiten Arbeit und machten Neustadt als Firmensitz bekannt. Entscheidend waren dabei seine zahlreichen Erfindungen, sei es zu Verbesserung klassischer Zirkel oder die Entwicklung ganz neuer Zirkeltypen wie Parallel- und Schneidezirkel.

Der emeritierte Würzburger Mathematik-Professor Hans-Joachim Vollrath hat Lotters Zirkel über viele Jahre gesammelt und für die Ausstellung zurück an den Firmenstandort Neustadt gebracht. In seiner Sammlung sind viele Reißzeuge zu sehen, anhand derer sich die technischen Entwicklungen nachvollziehen lassen – und vor allem der Ideenreichtum von Johann Christian Lotter. Daneben geht die Ausstellung auch auf die Firmengeschichte seiner Reißzeugfabrik ein, wie Museumsleiter Jochen Ringer berichtet.

Bereits 1892 gründete Lotter zusammen mit Edmund Theophron Boden in Emskirchen die Reißzeugfabrik Emskirchen E. Boden, die sie 1896 nach Wilhelmsdorf verlegten. Doch 1897 trennten sie sich wieder. Es wurde ein langer Weg, der Lotter über Nürnberg, Langenzenn und Würzburg dann 1917 schließlich nach Neustadt führte. Im Alter von bereits 61 Jahren gründete er hier schließlich die Reißzeugfabrik Johann Christian Lotter. Die Erfolge ermutigen ihn, 1919 in Wilhelmsdorf ein Zweigwerk zu errichten. Eine Erfolgsgeschichte, denn sein Werk führten noch zwei Generationen seiner Nachkommen erfolgreich fort.

Die Ausstellung war bisher auch trotz Corona-Einschränkungen wie begrenzter Besucherzahl und anfänglich nötiger Terminbuchungen gefragt, denn viele der in Neustadt ansässigen Museumsbesucher kennen die Neustädter Reißzeugindustrie noch aus eigener Erfahrung. Das wurde Ringer und dem Museumsteam immer wieder berichtet. Nun wird die Ausstellung um zwei Monate verlängert. Wer sie bisher noch nicht gesehen hat, kann das also noch bis zum 29. September nachholen – mittwochs, freitags und sonntags von 14-17 Uhr. Den kleinen Ausstellungskatalog gibt es gratis zum Mitnehmen.

In unserem Pressebereich haben wir eine Auswahl an Pressebildern für Sie bereitgestellt, die Sie unter Angabe der Herkunft gerne zur Berichterstattung verwenden können.

Herzliche Grüße aus dem Alten Schloss

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