Vortrag "Die bayerische Heimat und die Volksschullehrer"

Um 19 Uhr im Gewölbe des Alten Schlosses

In der Geschichte des Volksschullehrerberufs spiegeln sich seit seiner Entstehung zu Beginn des 19. Jahrhunderts die politischen und sozialen Umwälzungen in dramatischer Weise wider. Die Lehrerschaft kämpfte dabei immer wieder gegen heftige Widerstände an, denn die Idee einer am Kind orientierten, emanzipatorischen Pädagogik war lange Zeit ebenso wenig konsensfähig wie die Idee vom gleichwertigen Status der Lehrämter.

Bei einem Vortragsabend zum Thema "Die bayerische Heimat und die Volksschullehrer" in den Museen im Alten Schloss spannt Dr. Dieter Reithmeier einen Bogen vom Schulmeister, der noch keinerlei Ausbildung hatte, bis zum voll akademischen Grund- und Hauptschullehrer unserer Tage. Dabei wird nicht nur ein umfassendes Bild der Emanzipation der Lehrerschaft gegeben, sondern auch den mühsamen Kampf für gerechtere Bildungschancen für die sozial Benachteiligten aufgezeigt.

Dr. Dieter Reithmeier studierte Pädagogik, Psychologie, Romanistik und Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Nach längeren Aufenthalten in den USA und Mexiko arbeitete er von 1985 bis 1989 zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband, anschließend bis 2021 als Landesgeschäftsführer. Neben dem Verbandsmanagement galt sein besonderes Interesse stets der Geschichte des Verbandes.

Der Vortrag findet am 29.09. um 19 Uhr in den Museen im Alten Schloss statt. Im Anschluss ist ein Umtrunk geplant, der Gelegenheit für Gespräche mit dem Referenten bietet. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.